Präsentation „Soziale Netzwerke in der kirchlichen Arbeit“

Die folgende Präsentation legt derzeit den Schwerpunkt vor allem auf das Thema Bloggen. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, baue ich auch den einen oder anderen Aspekt noch etwas weiter/schöner aus. Das Durchklicken durch die zahlreichen Blogbeispiele kann außerdem zu leichter Seekrankheit führen. Ebenfalls bei Gelegenheit werde ich den Präsentationspfad noch etwas augenverträglicher gestalten. Ansonsten aber: viel Spaß mit viel Info!

Praxis-Idee: Per Etherpad gemeinsam Predigten erarbeiten

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Schon seit einiger Zeit geht mir die Idee im Kopf herum, dass es doch auch möglich sein müsste, Etherpads zum kollaborativen Erarbeiten von Predigten zu nutzen. Viele Köpfe haben mehr Ideen als nur einer, und gemeinsam lässt sich in unverbundene Gedanken und Assoziationen möglicherweise schneller Struktur bringen. Die Frage war nur: Wie lässt sich das sinnvoll angehen? Einfach ein Etherpad zu einem Predigttext aufzumachen und dann zu dritt oder viert direkt mit dem Schreiben der Predigt zu beginnen, erschien mir doch zu optimistisch: Da beginnt einer mit einer spontanen Einstiegs-Idee, eine andere schreibt weiter, aber mit etwas ganz anderem im Sinn, als der erste beabsichtigte etc. p.p.

Also habe ich begonnen, eine Dokumentvorlage für das kollaborative Erarbeiten einer Predigt zu erstellen. Schaut’s euch mal an, sagt mir, was ihr davon haltet – und erweitert es gern! Und: Wer mag’s mal ausprobieren?

http://ebel.titanpad.com/vorlage-predigt

Die Second-Screen-Erfahrung erweitern

In der Schlussrunde der #Netzkirche-Fortbildung habe ich dazu angeregt, die Second-Screen-Erfahrung, die viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit der Twitterwall erstmals gemacht hatten, im Nachgang noch zu erweitern: nämlich, einmal zu beobachten, was sich zu verschiedenen Fernsehformaten, vor allem Tatort oder Talkshows, auf Twitter so tut – und den jeweiligen Hashtag, also #Tatort oder #Lanz oder #Illner zu verfolgen. Und am besten natürlich: selbst dabei mitzumischen.

Zu diesem Thema – „Social TV“ – ist jetzt ganz aktuell eine Präsentation auf SlideShare erschienen, die durchzublättern ich empfehlen kann. Interessantes Detail: Parallel zur TV-Ausstrahlung des japanischen Anime „Castle in the sky“ im Dezember 2011 waren 25.000 Tweets pro Sekunde (!) zu verzeichnen. Eine „Tatort“-Ausstrahlung kommt auf gut 30 Tweets. Pro Minute.

Praxisbeispiel: Konfi-Unterricht auf Twitter

„Arbeitsblatt“ zum Konfi-Unterricht auf Twitter, von Pfarrer Stefan Mendling, Wiesbach/Pfalz (Quelle:http://www.kiwipfalz.de/twitter.jpg)

Als weiteres Praxisbeispiel hatte ich selbst bei unserer Fortbildung die Form des „Twittergottesdienstes“ vorgestellt. Ich werde das auch noch verbloggen. Hier aber schon eine andere tolle Idee: Kollege Stefan Mendling (@donmacillo) hat sich vom Gehörten dazu anregen lassen, einmal eine Konfi-Stunde auf Twitter zu versuchen. Gemeindemenschen.de, das Portal für Ehrenamtliche in Kirche und Diakonie, vertreten auf Twitter unter @Gemeindemensch, hat mit Stefan ein Twitter-Interview zu diesem Projekt geführt. Hier gibt’s die Zusammenfassung als Storify-Story:

Twitternde Konfirmanden

Zur Nachahmung empfohlen! 🙂

Ich greife einmal die für mich wichtigsten Punkte aus Stefans Antworten heraus:
– Sinnvoll ist es, die Konfis in Gruppen arbeiten zu lassen – damit sie sich gegenseitig helfen können, wenn sie mit Twitter Probleme haben.
– Die entscheidenden Vorteile des Einsatzes von Twitter als Kommunikationsmedium im unterricht: Jeder Konfi-Beitrag kann eingebracht werden, alle kommen zu Wort, alle Beiträge bleiben erhalten und können auch noch nach der Konfistunde nachgelesen und weiter kommentiert werden.
– Und: Nicht übers Knie brechen, wenn noch keine oder wenig eigene Erfahrungen vorhanden sind. Erst mal selbst in Twitter reinfinden, ausprobieren, den Spaß dran entdecken und entwickeln – und dann kann’s an die Vorbereitung eines solchen Projektes gehen.

Die große Etherpad-Verwirrung. Und Begeisterung.

Zum Auftakt unserer Fortbildung hatte ich die glorreiche Idee, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst „ganz kurz“ in das „ganz einfache“ Online-Textkollaborationstool namens Etherpad einzuführen; ich hatte zuvor unter http://ebel.titanpad.com/netzkirche ein solches angelegt. Die Idee war, dass die Runde gleich ein Social-Media-Tool benutzen können sollte, um eine Präsentation zum Thema Social Media gemeinschaftlich und online mitzuschreiben. Die „kurze“ Einführung geriet etwas länger, weil das gleichzeitige Erscheinen farblich unterschiedener Textbruchstücke von zehn verschiedenen Seiten anfangs doch vor allem Verwirrung auslöste. Davon zeugten erste Versuche mit Sätzen wie:
– Ist das sowas wie eine Twitter-Wall?
– Kann mir jemand das erklären?
– Warum erscheint mein Name nicht unter den Teilnehmern?
– Keine Ahnung.
– Worum gehts hier eigentlich?

Ja, sogar:
– das macht mir angst

Nach und nach legte sich die erste Verwirrung, und das Etherpad wurde bereits genutzt, um Fragen nach Links zu beantworten, die ich in meinem Referat kurz nannte. Ja, selbst eine begeisterte Äußerung, dafür habe sich die Fortbildung schon gelohnt, war zu hören (was mich natürlich freut 🙂

Hier einige Etherpad-Server zur Auswahl:
http://titanpad.com,
http://edupad.ch,
http://piratenpad.de
http://www.medienpad.de/
http://www.kirchenpad.de

Auf rp21.de gibt es eine fünfteilige Artikelreihe zum Thema „Kollaboratives Schreiben“, die ich sehr zur Lektüre empfehle. Hier der Start-Artikel, von dem aus die weiteren auch zu erreichen sind: Kollaboratives Schreiben I: Überblick

Zu welchen Zwecken habt ihr / haben Sie schon einmal ein Etherpad eingesetzt? Welche Nutzungsmöglichkeiten sind vorstellbar? Ich freue mich über Anregungen im Kommentarbereich!