Gemeindebrief online publizieren und in die eigene Homepage einbinden – mit Issuu

Am letzten Vormittag der Fortbildung im Februar 2014 wies ich ganz kurz auf issuu.com hin. Das ist ein Dienst, über den sich Magazine aller Art online veröffentlichen lassen. Die Darstellung des Magazins soll dabei möglichst der Print-Erfahrung entsprechen, d.h., es gibt beispielsweise eine Umblätter-Animation. Eine der Teilnehmerinnen (@r_mendy) hat es gleich ausprobiert:

Macht sich gut, oder? Nicht wenige Kirchengemeinden haben issuu bereits als Online-Publikationsmöglichkeit für ihre Gemeindebriefe entdeckt, wie eine Suche zeigt: http://issuu.com/search?q=Gemeindebrief. Über einen Embed Code kann das Magazin dann beispielsweise auf der eigenen Homepage angezeigt werden.

Was leider nicht möglich ist, ist das Einbinden des Magazins in einem auf WordPress.com gehosteten Blog. Der Embed Code, den Issuu selbst unter dem „Share“-Link zu jedem Dokument ausspuckt, funktioniert hier nämlich nicht. In einem ausführlichen Folgebeitrag werde ich zusammenfassen, was im Blick auf Office- und Mediendateien mit WordPress.com-Blogs möglich ist und was nicht.

Eine sehr gute deutsche Alternative zu issuu ist übrigens Yumpu.com. Unterschiede liegen – auch preislich – im Detail: Wer „mehr“ will, muss mehr bezahlen. Hier der direkte Vergleich:

Haben Sie schon Erfahrungen mit solchen E-Publishing-Tools gemacht? Welche können Sie empfehlen?

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YouTube – „Das habe ich euch in Bildern gesagt.“ (Jesus)

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Stop-Motion-Workshop mit Konfirmandinnen in Wiesbach

Videoclips können moderne Gleichnisse sein, durch die Jugendliche die biblische Botschaft erleben, mitgestalten und weitererzählen können. Gottesdienste werden mit solchen Kurzfilmen bereichert und können (z.B. mit YouTube) auch über die Grenzen des Gottesdienstes hinaus Menschen erreichen. Durch die Veröffentlichung auf YouTube sind außerdem Kommentare, Diskussionen, die Weiterverbreitung und die Einbettung auf anderen Seiten und sozialen Netzwerken möglich.

Mittlerweile werden pro Minute 72 Stunden Videomaterial auf YouTube hochgeladen. Jede Sekunde wird dadurch die Videoplattform um mehr als eine Stunde Video bereichert. Die „Einschaltquoten“ von YouTube-Clips lassen die Deutung zu, dass Medien, die von unten nach oben („Bottom up“ statt „Top down“) funktionieren, immer mehr Aufmerksamkeit gewinnen. Die ständige Verfügbarkeit bzw. Abrufbarkeit von Videos und die Möglichkeit, YouTube-Kanäle zu abonnieren, machen es den Zuschauern leicht, die gewünschten Inhalte zu einem selbst gewählten Zeitpunkt zu sehen. YouTube ist mittlerweile die zweitgrößte Suchmaschine weltweit.

Wir haben die Chance, durch „Bewegtbilder“ Menschen zum Nachdenken zu bewegen und unsere Botschaft weiterzugeben. Dabei ist keine teure Ausrüstung nötig; jeder, der ein halbwegs aktuelles Handy besitzt, ist ein potentieller Youtuber, der eigene Kurzfilme öffentlich machen kann. Konfirmanden lassen sich begeistern, biblische Geschichten zu verfilmen und werden so „die Worte der Heiligen Schrift immer wieder reiben und treiben“, eigene Erfahrungen einbringen und andere an den so entstandenen mordernen Gleichnissen teilhaben lassen.

youtube

Pfr. Stefan Mendling mit seiner „Puppenstube“

Die Jugendlichen sind stolz auf die entstandenen Filmchen und teilen diese gerne mit anderen. Die Identifikation mit den Inhalten und der Kirchengemeinde wächst; die Jugendlichen wissen, dass ihr Beitrag wertvoll ist, wenn er im Gottesdienst gezeigt und auf anderen Wegen weiterverbreitet wird. Darüber hinaus erwerben die Jugendlichen Kompetenzen, die sie auch im schulischen Kontext gewinnbringend einsetzen können. Darum zeige ich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Fortbildung Wege, Videoclips zu drehen und diese öffentlich zu machen. Die Beispiele reichen von Interviews, die in der Fußgängerzone entstanden sind, bis hin zu aufwändigeren Stop-Motion-Animationen. Einen Eindruck über die Ergebnisse und die Entstehung bekommt man auf meinem YouTube-Kanal:

Youtube-Kanal von Stefan Mendling:

Präsentation „Soziale Netzwerke in der kirchlichen Arbeit“

Die folgende Präsentation legt derzeit den Schwerpunkt vor allem auf das Thema Bloggen. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, baue ich auch den einen oder anderen Aspekt noch etwas weiter/schöner aus. Das Durchklicken durch die zahlreichen Blogbeispiele kann außerdem zu leichter Seekrankheit führen. Ebenfalls bei Gelegenheit werde ich den Präsentationspfad noch etwas augenverträglicher gestalten. Ansonsten aber: viel Spaß mit viel Info!

Einige Praxisbeispiele im Überblick

Martin Luther schreckte nicht vor modernen Medien zurück. Die damals brandneue Erfindung des Buchdrucks ermöglichte die Verbreitung seiner Reformations-Gedanken. Heutzutage leben wir abermals in einer medialen Revolution: Das Internet bietet unzählige Möglichkeiten, viele Menschen mit wenig Aufwand zu erreichen. Gläubige vernetzen, Glauben verbreiten, christliche Werte vermitteln – wie nutzen Pfarrer, Gemeinden und Kirchen diese neuen Chancen?

via Verkündigung 2.0 – Mission mit modernen Medien 

Dieser Übersichtsartikel auf evangelisch.de beinhaltet jede Menge Anregungen aus der kirchlichen Praxis, wie die sozialen Medien und Netzwerke genutzt werden können – natürlich nur angerissen, aber es ist ja ohnehin sehr personen- und situationsabhängig, wie solche Ideen anderswo aufzunehmen und umzusetzen sind.

Als da wären:
– Pfarrer/innen-Blogs
– Online-Materialsammlungen für Konfis
– Interaktive Online-Gottesdienste bzw. Online-Andachten
– Online-Gebetbuch
– YouTube in der Konfi-Arbeit
– Bibellese auf Facebook
– Jesus-Schnitzeljagd für Konfis auf Facebook
– Konfi-Unterricht mit Twitter
– (Facebook-)Chat-Seelsorge
u.v.m.

Praxis-Idee: Per Etherpad gemeinsam Predigten erarbeiten

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Schon seit einiger Zeit geht mir die Idee im Kopf herum, dass es doch auch möglich sein müsste, Etherpads zum kollaborativen Erarbeiten von Predigten zu nutzen. Viele Köpfe haben mehr Ideen als nur einer, und gemeinsam lässt sich in unverbundene Gedanken und Assoziationen möglicherweise schneller Struktur bringen. Die Frage war nur: Wie lässt sich das sinnvoll angehen? Einfach ein Etherpad zu einem Predigttext aufzumachen und dann zu dritt oder viert direkt mit dem Schreiben der Predigt zu beginnen, erschien mir doch zu optimistisch: Da beginnt einer mit einer spontanen Einstiegs-Idee, eine andere schreibt weiter, aber mit etwas ganz anderem im Sinn, als der erste beabsichtigte etc. p.p.

Also habe ich begonnen, eine Dokumentvorlage für das kollaborative Erarbeiten einer Predigt zu erstellen. Schaut’s euch mal an, sagt mir, was ihr davon haltet – und erweitert es gern! Und: Wer mag’s mal ausprobieren?

http://ebel.titanpad.com/vorlage-predigt

Praxisbeispiel: Konfi-Unterricht auf Twitter

„Arbeitsblatt“ zum Konfi-Unterricht auf Twitter, von Pfarrer Stefan Mendling, Wiesbach/Pfalz (Quelle:http://www.kiwipfalz.de/twitter.jpg)

Als weiteres Praxisbeispiel hatte ich selbst bei unserer Fortbildung die Form des „Twittergottesdienstes“ vorgestellt. Ich werde das auch noch verbloggen. Hier aber schon eine andere tolle Idee: Kollege Stefan Mendling (@donmacillo) hat sich vom Gehörten dazu anregen lassen, einmal eine Konfi-Stunde auf Twitter zu versuchen. Gemeindemenschen.de, das Portal für Ehrenamtliche in Kirche und Diakonie, vertreten auf Twitter unter @Gemeindemensch, hat mit Stefan ein Twitter-Interview zu diesem Projekt geführt. Hier gibt’s die Zusammenfassung als Storify-Story:

Twitternde Konfirmanden

Zur Nachahmung empfohlen! 🙂

Ich greife einmal die für mich wichtigsten Punkte aus Stefans Antworten heraus:
– Sinnvoll ist es, die Konfis in Gruppen arbeiten zu lassen – damit sie sich gegenseitig helfen können, wenn sie mit Twitter Probleme haben.
– Die entscheidenden Vorteile des Einsatzes von Twitter als Kommunikationsmedium im unterricht: Jeder Konfi-Beitrag kann eingebracht werden, alle kommen zu Wort, alle Beiträge bleiben erhalten und können auch noch nach der Konfistunde nachgelesen und weiter kommentiert werden.
– Und: Nicht übers Knie brechen, wenn noch keine oder wenig eigene Erfahrungen vorhanden sind. Erst mal selbst in Twitter reinfinden, ausprobieren, den Spaß dran entdecken und entwickeln – und dann kann’s an die Vorbereitung eines solchen Projektes gehen.

Praxisbeispiel: Jugend-Seelsorge im Social Web

Am Nachmittag des ersten Fortbildungstages schilderte uns Pfarrer Christopher Markutzik (Altenglan) seine Erfahrungen mit Jugendlichen und ihren seelsorglichen Anliegen auf Facebook. Ich möchte zu seiner prägnanten Präsentation, die nachfolgend eingebunden ist, an dieser Stelle eine leider notwendige ergänzende Vorbemerkung anbringen.

Das EKD-Seelsorgegeheimnisgesetz formuliert in §11:

Seelsorge mit technischen Kommunikationsmitteln

Soweit Seelsorge mit technischen Kommunikationsmitteln ausgeübt wird, haben die jeweilige kirchliche Dienststelle oder Einrichtung und die in der Seelsorge tätige Person dafür Sorge zu tragen, dass die Vertraulichkeit in höchstmöglichem Maß gewahrt bleibt.

Das verbietet es kirchenrechtlich, auf Facebook seelsorglich tätig zu sein. Denn die Inhalte der Seelsorge-Kommunikation auf Facebook lagern als personenbezogene Daten auf einem ausländischen Server. Und dies widerspricht kirchlichem Datenschutzrecht. Diese Position vertritt Ralf Peter Reimann in einem Blogeintrag, der eine Kommentardiskussion auslöste, die ich ebenfalls zu lesen empfehle.

Wer sich als Pfarrerin oder Pfarrer in den sozialen Netzen bewegt, der wird über kurz oder lang auch mit seelsorglichen Anliegen konfrontiert, ob er sie nun aktiv sucht (durch Nachhaken bei entsprechenden Statusmeldungen, wie es Christopher Markutzik tut) oder ob sie per Facebook-Chat an ihn herangetragen werden. Ich persönlich will mir zur Regel machen, so früh wie möglich die Kommunikation über einen sichereren Weg anzubieten und den Grund kurz zu erläutern. Ein konkreter Fall verlief bei mir dann so, dass die Kommunikation sich zunächst auf einige wenige E-Mails verlagerte, die Person mich nach einer zweiwöchigen Unterbrechung aber wieder über Facebook anschrieb. Dann nicht zu antworten, ist meines Erachtens auch keine Lösung …

Und ich frage mich auch, ob damit die Anforderung des Seelsorgegeheimnisgesetzes nicht im Grunde erfüllt ist: Wenn wir jemanden schon bei Kontaktaufnahme auf die Unsicherheit des gewählten Kommunikationsmittels hinweisen, ein sichereres anbieten, beides auch danach noch hin und wieder tun, derjenige aber dennoch bei diesem Medium bleibt – haben wir dann nicht alles getan, was uns möglich war, um „dafür Sorge zu tragen, dass die Vertraulichkeit in höchstmöglichem Maß gewahrt bleibt“? Ich denke, das kirchliche Datenschutzrecht und das Seelsorgegeheimnisgesetz stammen aus einer Zeit, zu der diese speziellen Fälle noch gar nicht im Blick waren. Es dürfte vor allem darum gegangen sein, Gesprächsprotokolle, persönliche Datensätze etc. nicht aktiv selbst zu irgendwelchen Speicherdiensten im Netz hochzuladen. Oder?

Wenn es auf chatseelsorge.de unter Mail-Seelsorge heißt …

„Ich behandele Ihre Mails vertraulich. Allerdings muss ich Sie darauf hinweisen, dass die Übertragungswege im Internet nicht absolut sicher sind. Ich kann nicht vollständig ausschließen, dass Mails von Unbefugten mitgelesen werden.“

… ist man dann damit kirchenrechtlich auf der sicheren Seite, diese Form der Seelsorge aktiv anzubieten?

So viel zur Problematisierung und Sensibilisierung, aber hier nun Christopher Markutziks lesenswerte Gedanken und Erfahrungen zum Online-Gespräch mit Jugendlichen:

Jugend-Seelsorge im Social Web (auf SlideShare)