Die Second-Screen-Erfahrung erweitern

In der Schlussrunde der #Netzkirche-Fortbildung habe ich dazu angeregt, die Second-Screen-Erfahrung, die viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit der Twitterwall erstmals gemacht hatten, im Nachgang noch zu erweitern: nämlich, einmal zu beobachten, was sich zu verschiedenen Fernsehformaten, vor allem Tatort oder Talkshows, auf Twitter so tut – und den jeweiligen Hashtag, also #Tatort oder #Lanz oder #Illner zu verfolgen. Und am besten natürlich: selbst dabei mitzumischen.

Zu diesem Thema – „Social TV“ – ist jetzt ganz aktuell eine Präsentation auf SlideShare erschienen, die durchzublättern ich empfehlen kann. Interessantes Detail: Parallel zur TV-Ausstrahlung des japanischen Anime „Castle in the sky“ im Dezember 2011 waren 25.000 Tweets pro Sekunde (!) zu verzeichnen. Eine „Tatort“-Ausstrahlung kommt auf gut 30 Tweets. Pro Minute.

Advertisements

Praxisbeispiel: Konfi-Unterricht auf Twitter

„Arbeitsblatt“ zum Konfi-Unterricht auf Twitter, von Pfarrer Stefan Mendling, Wiesbach/Pfalz (Quelle:http://www.kiwipfalz.de/twitter.jpg)

Als weiteres Praxisbeispiel hatte ich selbst bei unserer Fortbildung die Form des „Twittergottesdienstes“ vorgestellt. Ich werde das auch noch verbloggen. Hier aber schon eine andere tolle Idee: Kollege Stefan Mendling (@donmacillo) hat sich vom Gehörten dazu anregen lassen, einmal eine Konfi-Stunde auf Twitter zu versuchen. Gemeindemenschen.de, das Portal für Ehrenamtliche in Kirche und Diakonie, vertreten auf Twitter unter @Gemeindemensch, hat mit Stefan ein Twitter-Interview zu diesem Projekt geführt. Hier gibt’s die Zusammenfassung als Storify-Story:

Twitternde Konfirmanden

Zur Nachahmung empfohlen! 🙂

Ich greife einmal die für mich wichtigsten Punkte aus Stefans Antworten heraus:
– Sinnvoll ist es, die Konfis in Gruppen arbeiten zu lassen – damit sie sich gegenseitig helfen können, wenn sie mit Twitter Probleme haben.
– Die entscheidenden Vorteile des Einsatzes von Twitter als Kommunikationsmedium im unterricht: Jeder Konfi-Beitrag kann eingebracht werden, alle kommen zu Wort, alle Beiträge bleiben erhalten und können auch noch nach der Konfistunde nachgelesen und weiter kommentiert werden.
– Und: Nicht übers Knie brechen, wenn noch keine oder wenig eigene Erfahrungen vorhanden sind. Erst mal selbst in Twitter reinfinden, ausprobieren, den Spaß dran entdecken und entwickeln – und dann kann’s an die Vorbereitung eines solchen Projektes gehen.