YouTube – „Das habe ich euch in Bildern gesagt.“ (Jesus)

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Stop-Motion-Workshop mit Konfirmandinnen in Wiesbach

Videoclips können moderne Gleichnisse sein, durch die Jugendliche die biblische Botschaft erleben, mitgestalten und weitererzählen können. Gottesdienste werden mit solchen Kurzfilmen bereichert und können (z.B. mit YouTube) auch über die Grenzen des Gottesdienstes hinaus Menschen erreichen. Durch die Veröffentlichung auf YouTube sind außerdem Kommentare, Diskussionen, die Weiterverbreitung und die Einbettung auf anderen Seiten und sozialen Netzwerken möglich.

Mittlerweile werden pro Minute 72 Stunden Videomaterial auf YouTube hochgeladen. Jede Sekunde wird dadurch die Videoplattform um mehr als eine Stunde Video bereichert. Die „Einschaltquoten“ von YouTube-Clips lassen die Deutung zu, dass Medien, die von unten nach oben („Bottom up“ statt „Top down“) funktionieren, immer mehr Aufmerksamkeit gewinnen. Die ständige Verfügbarkeit bzw. Abrufbarkeit von Videos und die Möglichkeit, YouTube-Kanäle zu abonnieren, machen es den Zuschauern leicht, die gewünschten Inhalte zu einem selbst gewählten Zeitpunkt zu sehen. YouTube ist mittlerweile die zweitgrößte Suchmaschine weltweit.

Wir haben die Chance, durch „Bewegtbilder“ Menschen zum Nachdenken zu bewegen und unsere Botschaft weiterzugeben. Dabei ist keine teure Ausrüstung nötig; jeder, der ein halbwegs aktuelles Handy besitzt, ist ein potentieller Youtuber, der eigene Kurzfilme öffentlich machen kann. Konfirmanden lassen sich begeistern, biblische Geschichten zu verfilmen und werden so „die Worte der Heiligen Schrift immer wieder reiben und treiben“, eigene Erfahrungen einbringen und andere an den so entstandenen mordernen Gleichnissen teilhaben lassen.

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Pfr. Stefan Mendling mit seiner „Puppenstube“

Die Jugendlichen sind stolz auf die entstandenen Filmchen und teilen diese gerne mit anderen. Die Identifikation mit den Inhalten und der Kirchengemeinde wächst; die Jugendlichen wissen, dass ihr Beitrag wertvoll ist, wenn er im Gottesdienst gezeigt und auf anderen Wegen weiterverbreitet wird. Darüber hinaus erwerben die Jugendlichen Kompetenzen, die sie auch im schulischen Kontext gewinnbringend einsetzen können. Darum zeige ich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Fortbildung Wege, Videoclips zu drehen und diese öffentlich zu machen. Die Beispiele reichen von Interviews, die in der Fußgängerzone entstanden sind, bis hin zu aufwändigeren Stop-Motion-Animationen. Einen Eindruck über die Ergebnisse und die Entstehung bekommt man auf meinem YouTube-Kanal:

Youtube-Kanal von Stefan Mendling:

Einige Praxisbeispiele im Überblick

Martin Luther schreckte nicht vor modernen Medien zurück. Die damals brandneue Erfindung des Buchdrucks ermöglichte die Verbreitung seiner Reformations-Gedanken. Heutzutage leben wir abermals in einer medialen Revolution: Das Internet bietet unzählige Möglichkeiten, viele Menschen mit wenig Aufwand zu erreichen. Gläubige vernetzen, Glauben verbreiten, christliche Werte vermitteln – wie nutzen Pfarrer, Gemeinden und Kirchen diese neuen Chancen?

via Verkündigung 2.0 – Mission mit modernen Medien 

Dieser Übersichtsartikel auf evangelisch.de beinhaltet jede Menge Anregungen aus der kirchlichen Praxis, wie die sozialen Medien und Netzwerke genutzt werden können – natürlich nur angerissen, aber es ist ja ohnehin sehr personen- und situationsabhängig, wie solche Ideen anderswo aufzunehmen und umzusetzen sind.

Als da wären:
– Pfarrer/innen-Blogs
– Online-Materialsammlungen für Konfis
– Interaktive Online-Gottesdienste bzw. Online-Andachten
– Online-Gebetbuch
– YouTube in der Konfi-Arbeit
– Bibellese auf Facebook
– Jesus-Schnitzeljagd für Konfis auf Facebook
– Konfi-Unterricht mit Twitter
– (Facebook-)Chat-Seelsorge
u.v.m.

Insgesamt bin ich ja schon recht zufrieden, wie wir die Tagungen der pfälzischen Landessynode seit einiger Zeit medial begleiten: mit „klassischen“ Pressemeldungen auf der Homepage, Video-Tageszusammenfassungen, Video-Interviews zu den wichtigsten Themen und Beschlüssen, sowie zumindest phasenweise „Live“-Berichterstattung auf Twitter und Facebook, sofern es sich personell einrichten lässt. Zur jüngsten Tagung der rheinischen Landessynode gab es einen Video-Livestream von der Vorstellung der Kandidatinnen und des Kandidaten. Über die technische Umsetzung und personelle Ausstattung sowie die Aktivitäten auf Twitter und Facebook schreibt Ralf Peter Reimann in seinem Blog. Einfach dem Link „Weiterlesen…“ oben folgen.

Θ TheoNet.de

Noch einen Tag geht die #LS2013 (= Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland in Bad Neuenahr) weiter, in aller Eile und mit noch frischer Erinnerung einige Überlegungen,  Fakten und Lehren zur Online-Berichterstattung von der Synode.

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